Story:
Der Jahrestag des Niedergangs der Credit Suisse ist in vielen Medien ein Thema, so auch in Radio Energy. Die Journalistinnen und Journalisten erinnern mit O-Tönen an den historischen Moment und lassen den Kommunikationsexperten über die Zukunft spekulieren.
Einschätzung:
Der Kommunikationsexperte mahnt, dass der immense Vertrauensverlust, den die CS vor der Pleite (insbesondere aber auch seither) eingefahren hat, auch eine Hypothek für das Image der UBS ist. Es gilt für sie also, mit Nachdruck zu kommunizieren, dass die CS in der eigenen Kultur aufgeht und dass die eigene Compliance Missmanagement wie im Kader der CS wirkungsvoll verhindert.
Story:
Radio Energy feiert am 18. März den weltweiten Recycling Day, den die Global Recycling Foundation 2017 ins Leben gerufen hat. Neben dem Entsorgungsexperten kommt auch der Kommunikationsexperte zu Wort, um zu berichten, wie das Recycling mit PR-Arbeit bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern noch attraktiver werden könnte.
Einschätzung:
Auf die Interview-Frage, wie man Recycling ausgerechnet noch mehr "sexy" machen kann, ist selbst der Kommunikationsexperte etwas baff. Er verweist auf die Entsorgungshöfe, die dem Recycling mit verbesserten Leistungen zuletzt wohl auch mehr Sexyness gegeben haben. Auf die Anschlussfragen kann er aber aus dem Vollen schöpfen und berichten, wie Social Marketing Verhaltensänderungen herbeiführen kann und welchen Nutzen Social Media für die Kampagnenarbeit fürs Recycling haben.
Story:
Die Kantonsverwaltung Bern hat sich für ihren multimedialen Auftritt ein Audio-Branding erarbeiten lassen. Die dafür nötige Investition von rund 40'000 Franken sorgt in der Öffentlichkeit für allerlei Unkenrufe.
Einschätzung:
Der Kanton Bern hat für sich - wohl begründet - die Strategie "digital first" festgelegt, will also am Puls der Zeit bleiben und in Zukunft mehr auf digitale und audiovisuelle Kommunikationsmittel setzen. So ist es nichts als konsequent, wenn er sich ein professionelles Audio-Branding aufsetzen lässt und so signalisiert, dass er seine Kommunikation systematisch und kompetent betreibt.
Den Verantwortlichen des Kantons, die sich Kritik aus der Öffentlichkeit und der Politik ausgesetzt sehen, empfiehlt der Kommunikationsberater, sich nicht irritieren zu lassen und langfristig am Audio-Logo festzuhalten. Nur das führt zur gewünschten Wiedererkennung - und zu einer Amortisation der Investitionen.
Story:
Der Trägerverein der Initiative «Kinder und Jugendliche ohne Tabakwerbung» macht an einer Medienorientierung Druck: Bevor die Vorlage in der Frühjahrssession erneut im Parlament beraten wird, gemahnt er, dass der Ständerat und die zuständige Nationalratskommission den Initiativtext nicht wortgetreu umsetzen und Ausnahmen zulassen wollen.
Einschätzung:
Nach der Anfrage dreht sich die Fragestellung des Journalisten leider nicht um den Prozess der Umsetzung der Vorlage und die Kommunikation der Gegner und der Tabak-Lobby auf der anderen Seite. Vielmehr scheint, wie schon bei der letzten Anfrage, zu interessieren, ob ein Zusammenhang zwischen einem Werbeverbot und dem Konsum verhalten besteht. Dem Kommunikationsexperten bleibt in der Folge nichts anderes, als zu wiederholen, dass auch in Zusammenhang mit Tabak ein Zusammenhang zwischen einem isolierten Werbeverbot und einer Abnahme des Konsums der beworbenen Produkte wissenschaftlich nicht schlüssig belegt ist.
Quote in Radio Energy am 13. Februar 2024
Story:
Die Weltgesundheitsorganisation WHO und hierzulande das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV fordern Einschränkungen beim Marketing für stark zucker- oder fetthaltige Lebensmittel, um Kinder zu schützen. Diese Forderung löst in der Lebensmittelindustrie und im Handel Besorgnis aus.
Einschätzung:
Die Frage von Energy-Journalist Luzi Fricker, ob derlei Verbote denn überhaupt sinnvoll und zielführend sind, ist natürlich ausgesprochen schwierig zu beantworten:
Quote in Radio Energy am 26. Februar 2024
Story:
Temu, der Onlineshop, der mit seinen Ads in sozialen Netzwerken wie Instagram oder TikTok auffallend präsent ist, wächst komentenhaft und setzt bereits Milliarden um - obwohl es ihn erst seit Juli 2022 gibt. Da die Zielgruppe der Plattform und die Hörerschaft von Radio Energy (eine digital affine Kundschaft) sich recht ähnlich sein dürften, interessiert sich die Redaktion für das Phänomen.
Einschätzung:
Temu kombiniert äusserst erfolgreich zwei Faktoren:
Der Marketing-Mix umfasst denn auch eine ganze Reihe von modernen Elementen:
Quote in der Morgenshow von Radio Energy Zürich am 23. Januar 2024
Quote in der Morgenshow von Radio Energy Zürich am 23. Januar 2024
Quote in der Morgenshow von Radio Energy St. Gallen am 23. Januar 2024
Story:
Beim Stanley Cup kann es sich auch um eine Eishockey-Trophäe, im vorliegenden Fall aber um einen Thermobecher handeln, der in den USA seit 111 Jahren auf dem Markt ist. Gerade in jüngster Zeit ist er aber so beliebt wie sonst keiner im Angebot - nicht zuletzt dank unzähligen Videos in den Sozialen Medien. Radio Energy möchte vom Experten wissen, wie es zu diesem Hype gekommen ist.
Einschätzung:
Hinter dem Stanley Cup steht vorweg ein hochwertiges Produkt mit langer Tradition. Es braucht aber die Anschubhilfe des Geschenke-Ratgebers «The Buy Guide» und ein Facelifting von Marketing-Guru Terence Reilly, um aus der vormals unauffälligen Flasche einen veritablen Lifestyle-Artikel zu machen. Ein virales Video, das zeigt, wie der Becher funktionstüchtig (und noch mit Eis befüllt) aus einem verbrannten Auto-Wrack geborgen wird, leistet den Rest, um aus der Marke Kult zu machen.
Das zeigt: Sowohl eine saubere Marketing-Strategie als auch das Ausnutzen von Opportunitäten können einen Hype erzeugen. Der Idealfall ist natürlich, wenn beides aufeinandertrifft.
Erste Staffel Quotes in der Show von Radio Energy am 11. Januar 2024
Zweite Staffel Quotes in der Show von Radio Energy am 11. Januar 2024
Story:
Für ihren aktuellen Weihnachtsspot reaktiviert die Migros den putzigen Wichtel Finn, der zuletzt in den Jahren 2017 und 2018 die Herzen der Kinder und des Publikums im Sturm erobert hat. Alleine die Publikation eines kurzen Teasers auf Instagram findet sofort die Aufmerksamkeit der Publikumsmedien.
Einschätzung:
Die Weihnachtsspots der Grossverteiler haben sich in jüngster Zeit zu einem eigenständigen Genre entwickelt. Weil das Publikum in der besinnlichen Vorweihnachtszeit sehr sensibel auf allzu plakativ vorgetragene kommerzielle Botschaften reagiert, stellen sie nicht Produkte oder Leistungen ins Zentrum, sondern thematisieren Hilfsbereitschaft oder Nächstenliebe. Dies mit dem Hintergedanken, das Publikum für die Marke zu begeistern und die Kundenbindung zu stärken.
Story:
«20 Minuten» vermeldet, dass ein Dozent der Universität Bern auf X (vormals Twitter) den Angriff der radikal-islamistischen Hamas auf Israel gewürdigt hat: «Das beste Geschenk, das ich vor meinem Geburtstag erhalten habe.» Seine Partnerin, selber Institutsleiterin und damit seine Vorgesetzte, nimmt ihn im gleichen Beitrag in Schutz. Damit entsteht - einmal mehr - eine delikate Situation für die Universität Bern, die umgehend reagiert und Konsequenzen in Aussicht stellt.
Einschätzung:
Ein Disclaimer «opinions are my own» schützt in derlei Fällen natürlich keinesfalls: Personen, die gegen aussen eine Körperschaft repräsentieren, sind immer auch corporate influencer - erst recht, wenn sie den Arbeitgeber in der Biographie benennen und in der Lehre tätig sind. Die entsetzten Reaktionen aus dem Publikum bestätigen im konkreten Fall denn auch, dass ein sofortiger Imagetransfer stattfindet.
Die Universität Bern sollte also vorerst überprüfen, ob die Tweets nicht, wie vom Dozenten vorgebracht, aus dem Zusammenhang gerissen sind. Ist dem nicht so, ist sie gut beraten, wenn sie die erwähnten «einschlägigen Richtlinien» und die rechtlichen Grundlagen schnellstmöglich als Messlatte nimmt, um die Konsequenzen auszusprechen und durchzusetzen.
Story:
Um das - zunehmend nostalgisch anmutende - Sommerloch zu füllen, macht die Redaktion von Radio Energy eine Geschichte zum Sommerloch und befragt dazu den Kommunikationsexperten.
Einschätzung:
Tatsächlich kann seit dem Aufkommen der Onlinemedien und der Social-Media-Plattformen von einem Sommerloch kaum mehr die Rede sein. Trotzdem finden in dieser Zeit immer wieder Nachrichten von grösserer Belanglosigkeit mediale Verbreitung. Dies auffällig oft in Zusammenhang mit Tieren, wie das unlängst die Verwechslung eines Wildschweins mit einem Löwen in Berlin gezeigt hat.
Nach seinen favorisierten Sommerloch-Geschichten befragt, nennt der Kommunikationsexperte schmunzelnd den aktuellen Hashtag #needashave von Alain Berset, den Kaiman im Hallwiler See und schliesslich den Kraken Paul, der während der Fussball-WM 2011 als Orakel für die Medien herhalten musste.