Story:

Am heurigen Gurtenfestival erfolgt die traditionelle Becherspende zugunsten des Kollektivs Café Révolution, das in der Folge auch mit einem Stand vertreten ist. Am Samstagabend veröffentlicht das Kollektiv allerdings ein Statement auf Instagram, wonach das Ausmass an erlebter Gewalt und Rassismus so gross war, dass es den Stand frühzeitig schliesst.


Einschätzung:
An diesem Entscheid ist bestimmt nichts auszusetzen. Allerdings ist es nach Dafürhalten des Kommunikationsexperten suboptimal und bedauerlich, dass das Café Révolution das Statement eigeninitiativ und einseitig publiziert hat. Das nämlich machte eine eilig verfasste Stellungnahme des Gurtenfestivals nötig, die erahnen lässt, dass auch dort nicht alle Fakten bekannt sind. In den Medien und im Publikum entsteht so der Eindruck, dass zwei unabhängige Parteien ihre eigenen Sichtweisen kommunizieren.

Demgegenüber hätte eine gemeinsame Erklärung von Gurtenfestival und Café Révolution nicht nur die Partnerschaft unterstrichen und eine grössere Reichweiter erzielt, sondern der Botschaft auch eine grössere Dringlichkeit verliehen.

Beitrag vom 18. Juli 2023 auf TeleBärn

Story:

Die Schweizerische Kriminalprävention und «Ihre Polizei» lancieren eine neue Sensibilisierungskampagne unter dem Titel «Dini Muetter», der eine bottom line «will dich nid im Knascht bsueche" erhält. Ziel der Kampagne ist, Jugendliche und junge Erwachsene auf die Gefahren hinzuweisen, die mit dem Mitführen von Messern im Ausgang einhergehen. Radio Energy fragt den PR-Experten, ob die Wahl dieses Titels glücklich ist.


Einschätzung:

Zugutehalten könnte man den Kampagnentitel allenfalls, dass er unter Umständen für Aufmerksamkeit sorgt. Tatsächlich ist er aber viel zu weit vom Thema entfernt, der Weg führt von «Muetter» über «Gefängnis» und «Messer» bis zu «Gewalt», womit der Erklärungsbedarf die Aufmerksamkeitsstpanne bei Weitem übersteigt. Kommt dazu, dass «Dini Muetter» (oft zusammen mit «isch hässig») schon stark von der feministischen Bewegung besetzt ist.

Quote vom 19. Juni 2023 auf Radio Energy

Story:

Nach den Missbrauchsvorwürfen gegen Till Lindemann stehen die beiden Konzerte von Rammstein in Bern in der Kritik. Eine Petition der Juso, sie zu verhindern, scheitert allerdings. TeleBärn will vom Kommunikationsberater wissen, wie die Kommunikation von Rammstein einzuschätzen ist.

Einschätzung:
Die dürftigen Statements aus dem Umfeld von Rammstein sind gewissermassen ein Lehrstück dafür, wie Krisenkommunikation NICHT funktionieren sollte:

Beitrag vom 16. Juni 2023 auf TeleBärn

Linkedin-Post zur Rolle des externen Krisenkommunikators

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Story:

Im Juni 2023 veranstaltet die BMW Bühler AG im TCS Trainingscenter Stockental ein Fahrsicherheitstraining – explizit nur für Frauen. Suggeriert dieses Vorhaben etwa, dass Frauen schlechter Autofahren als Männer?
Die Redaktion berntoday.ch wendet sich an Herrmannkomm, um Verena Gliesche-Stettler einschätzen zu lassen, wie die Öffentlichkeit dieses Thema aufnehmen könnte. 


Einschätzung:

Das Angebot eines Fahrtreinings für Frauen ist fraglos ansprechend, weil:

Der Beitrag auf Bärntoday

Story:

Auch die Sportredaktion der CH Regionalmedien (unter anderem Aargauer Zeitung, Luzerner Zeitung, Solothurner Zeitung, St. Galler Tagblatt) macht die von SRF News losgetretene Geschichte vom Nati-Captain auf Cameo auf. Weil Stefan Herrmann sich dazu bereits auf Radio Energy geäussert hat, befragt sie diesen dazu als PR-Experten.


Einschätzung:

Nach möglichen Gründen für das Engagement von Xhaka befragt, lässt sich über deren drei spekulieren:

Artikel vom 24. Mai 2023 in den CH Regionalmedien

Story:

Die Redaktion von Radio Energy stolpert über einen TikToker, der den Konsument:innen vor Augen führt, dass sie exponentiell mehr Kaltgetränke nachfragen, wenn neben einem Coca Cola-Automaten ein zweiter der Firma Pepsi Cola steht. Selbiges sei durchaus als ein vorsätzliches Vorgehen der Marketing-Betreibenden zu verstehen.


Einschätzung:

Natürlich ein gefundenes Fressen für den befragten Experten, der vorerst die Beobachtung des TikTokers bestätigt. Alsdann erörtert er in längeren Quotes erforschte und angewandte Phänomene der Verhaltenspsychologie und welcherlei Gefahren unsereins als Konsument:innen begegnen, wenn wir einen handelsüblichen Grossverteiler betreten.

Quote vom 21. April 2023 auf Radio Energy

Story:

Die Junge SVP Kanton Bern versteht das Spiel mit dem Stilmittel der Provokation ausgezeichnet zu spielen: Im jüngsten Husarenstreich sucht sie per Tweet Nackt-Doubles der zwei ehemaligen Bundesrätinnen Doris Leuthard und Simonetta Sommaruga. Erzürnte Kommentare sind ihr ebenso sicher wie Publikationen in den Online-Medien.

Einschätzung:
Wenn es mit dem Tweet die Absicht der Jungen SVP ist, Aufmerksamkeit und Reichweite zu erzielen, wird ihr das wohl gelungen sein. Wie immer hat aber auch diese zugegebenermassen bewusst ausgespielte Provokation ihre Kehrseiten: Die Dominanz der Provokation lässt sich zum einen nur schwer mit einer erwünschten Botschaft in Verbindung bringen (dass die Junge SVP offenbar gegen das Energiegesetz ist, liess sich schon vorher erahnen). Zum anderen schürt die Kampagne abwehrende oder gar gegenteilige Reaktionen, indem sich noch Unentschlossene bewusst gegen das Anliegen der Provozierenden wenden.

Beitrag vom 30. März 2023 auf TeleBärn

Story:

In der neuen - bereits dritten - Produktion für Schweiz Tourismus verirren sich Roger Federer und Trevor Noah auf die Grand Train Tour of Switzerland. Die Beurteilung der absehbaren Wirkung des Clips erfolgt allerdings noch vor dessen Veröffentlichung.


Einschätzung:

Nach "No drama" bereits der zweite Kommentar eines Clips von Roger Federer für Schweiz Tourismus. Entsprechend muss die Einschätzung ausfallen: Die bisher über 150 Mio. Views für die beiden bereits publizierten Videos sowie die Resonanz in den - internationalen - Medien und Sozialen Plattformen geben dem Konzept fraglos Recht. Schweiz Tourismus ist gut beraten, die Kampagne weiter fortzusetzen.

Quote 1 in Radio Energy vom 30. März 2023

Quote 2 in Radio Energy vom 30. März 2023

Story:

Der ehemalige US-Präsident stattet dem Zürcher Hallenstadion im Rahmen seiner Tournee unter dem Titel "An evening with President Barack Obama" einen Besuch ab. Obwohl äusserst diffus ist, was Barack Obama an dem Abend bieten wird, kosten die Tickets im Vorverkauf eine hübsche Summe.


Einschätzung:

Unpolitisch wird der Abend mit Sicherheit nicht, Barack Obama hat ein grosses Sendungsbewusstsein und wird auch in Zürich seine Überzeugungen und Ideen unters Volk bringen wollen. Ungewöhnlich - weil erstmalig - ist eine derartige Roadshow zum einen gewiss; zum anderen ist es keinesfalls ungewöhlich, dass ehemalige Präsidenten mit ihren Engagements in der Öffentlichkeit bleiben, zuletzt etwa Jimmy Carter oder Bill Clinton.

Quote in Energy Downtown vom 21. März 2023 auf Radio Energy

Story:

Wie SRF News berichtet (und das Investigativ-Team von Radio Energy hernach herausgefunden hat), ist Granit Xhaka seit kurzer Zeit auf der Online-Plattform Cameo anzutreffen. Dort können User:innen gegen Entgeld individualisierte Grussbotschaften von Promis anfordern.


Einschätzung:

Der Captain der Nati ist, wie andere bekannte Fussballer auch, umgeben von Beratern. Eine oder einer von ihnen arbeitet bei einer Berlin Agentur für Influencer-Marketing. Es ist naheliegend, dass sie oder er Granit Xhaka geraten hat, auf Cameo zu gehen. Dies, um seine Reichweite zu vergrössern, in diesem Setting zu mehr Renommee zu gelangen und insgesamt also seinen Marktwert als Influencer zu vergrössern.

Quote 1 in Radio Energy vom 9. März 2023

Quote 2 in Radio Energy vom 9. März 2023

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